Distanzierungsarbeit als Praxis, Methode und Transfer
Der Verein
Distanz e.V. wurde 2019 in Weimar gegründet. Als staatlich anerkannter Träger der Jugendhilfe nach §75 SGB VIII arbeitet der gemeinnützige Verein bundesweit — mit Schwerpunkt auf Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Seit 2020 ist Distanz Träger des Zentrums für Distanzierungsarbeit in Thüringen, das den professionellen Umgang mit extrem rechts einstiegsgefährdeten Menschen institutionell verankert.
Alleinstellung
Was Distanz strukturell von rein akademischen oder rein operativen Ansätzen unterscheidet: Praxis, Methodenentwicklung und Wissenstransfer sind kein Dreiklang, sondern ein Kreislauf. Aus dokumentierten Distanzierungsgesprächen entstehen Methoden.
Diese werden ausgewertet, extern evaluiert und in Fortbildungs- und Beratungsangebote für Fachkräfte übersetzt. Die wissenschaftliche Begleitung durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) hat bestätigt: Die Arbeit ist fachlich fundiert und weiterentwicklungsfähig.
Zielgruppen
Das Angebot richtet sich an Fachkräfte in Regelstrukturen — Jugendämter, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen — sowie an Multiplikator:innen, die in ihrem Arbeitsalltag mit einstiegsgefährdeten Menschen in Kontakt kommen.
Coachings, Beratungen und Fortbildungen machen die Expertise von Distanz übertragbar. Die Methoden, die dabei zum Einsatz kommen, sind sozial-, medien- und jugendkulturell verankert, systemisch-lösungsorientiert und genderreflektiert.
Reichweite
Distanz kooperiert landes-, bundes- und europaweit. Seit 2024 ist der Verein Mitglied des EU Knowledge Hub on Prevention of Radicalisation — einem europaweiten Netzwerk der Europäischen Kommission, das Fachkräfte und Forschende zusammenbringt. Das verbindet lokale Praxis aus Thüringen mit transnationalem Fachaustausch.

